Vertrauen ist ein kostbares Gut. Ist es erstmal verspielt, kostet es sehr viel Mühe, es wieder zurückzugewinnen. Es geht um das Vertrauen in die Politik. Viel zu oft habe ich das Gefühl, dass Politik an den Bedürfnissen der Menschen vorbei gemacht wird. Dass zu wenig auf die Bedürfnisse geachtet wird, aber auch viel zu wenig erklärt wird. Ich möchte das anders machen!

Viel zu oft viel zu schwammig!

Oft hat man das Gefühl, dass einzig das Ziel gewählt zu werden, im Vordergrund steht. Um möglichst viele Stimmen zu bekommen, bleiben Aussagen oft zu schwammig, um möglichst niemanden zu verprellen. Viel zu oft werden Aussagen getroffen, die dann ein paar Monate später nicht mehr gelten. Das können wir uns nicht leisten! Das kostet viel zu viel Vertrauen! 

Klare Positionen, bitte!

Ich bin für klare Positionen. Ich möchte klar erkennbar sein. Ich möchte, dass die Menschen, die mich wählen, wissen, woran sie sind. Eine klare Position schafft Vertrauen! Das zeigt schon die Geschichte, ob alt oder neu. Menschen, die sich klar positionieren, sind greifbarer, sind authentischer.

Zuhören!

Es ist doch eigentlich so einfach: Zuhören! Ich halte es da mit Meister Eckhart: “Der wichtigste Moment ist immer der Augenblick. Die wichtigste Sache ist immer die Liebe. Und der wichtigste Mensch ist immer der, der dir gerade gegenübersteht!” Es geht um Respekt für den anderen Menschen und für die andere Meinung. Zuhören heißt nicht zustimmen; ich muss, nur weil ich gut zuhöre, nicht die Meinung des anderen übernehmen. Er meine übrigens auch nicht. 

Aufklären!

Ich glaube, hier liegt der größte Hase im Pfeffer! Es scheint doch immer so klar und einfach: “Man muss es doch bloß so und so machen…”. Leider ist es nicht so. Denn die Entscheidungen, die getroffen werden müssen, müssen oft viele Gremien durchlaufen, bis sie umgesetzt werden können. Aber wir müssen darüber aufklären, ich will, dass politische Entscheidungen viel verständlicher und transparenter werden. 

Ein Beispiel:

Nehmen wir die Landwirtschaft, den Naturschutz und den Klimawandel. Irgendwie müssen wir das alles zueinander bekommen, einen gemeinsamen Nenner finden. Einer dieser gemeinsamen Nenner ist zum Beispiel der Niedersächsische Weg. Ein wirklich gutes Vorreiter-Modell, das hoffentlich bundesweit Nachahmer findet. Der gemeinsame Nenner ist für alle ein Kompromiss, der eingegangen wird, weil wir alle das gleiche Ziel haben: Den Klimawandel aufzuhalten. Nun sind wir uns hier in Niedersachsen einig. Und was ist mit dem Rest Deutschlands? Oder gar Europa? Der Welt? Manchmal ist es zermürbend, weil man denkt, es nützt doch alles sowieso nichts. Und dennoch müssen wir anfangen!

Vorreiter sein, Pionierarbeit leisten!

Einer muss voran gehen, einer muss den ersten Schritt tun. Wir müssen den ersten Schritt tun. Und dann kommen andere hinterher. Wir müssen dafür sorgen, dass wir miteinander an einem Strang ziehen. Das geht nur, wenn wir uns einig sind. Dafür müssen wir einander zuhören und miteinander reden und dann die notwendigen Schritte tun.

Den Menschen zuzuhören, heißt, im Gespräch zu bleiben

Manchmal habe ich das Gefühl, dass es noch nie eine so große Meinungsvielfalt wie jetzt gegeben hat. Und auch so viele erschreckend andere Meinungen, wie die der Querdenker. Und ich habe gelernt, dass manchmal Gespräche auch nicht direkt weiterhelfen. Aber ich habe es wenigstens versucht! Ich habe zugehört, ich habe nachgefragt. Und damit sollten wir auch nicht aufhören. Es ist doch auch gut, wenn man ein Nachdenken ausgelöst hat und dann hoffentlich später eine Verhaltensänderung dazu kommt. Den Respekt füreinander aufrecht erhalten.